Editorial - Herzlich willkommen beim SI-Club München.

Unser Club, am 29. Juni 1963 gegründet, ist der 14. von 204 Clubs von Soroptimist International Deutschland.

Soroptimist International (SI) ist eine Organisation berufstätiger Frauen. Der Name ist aus dem Lateinischen ”sorores optimae” abgeleitet und wird von den Mitgliedern als Anspruch an das eigene Verhalten in allen Lebensbereichen sowie als mitmenschliche Verpflichtung verstanden. Soroptimist International engagiert sich durch das weltweite Netzwerk aller Mitglieder und durch internationale Partnerschaften für

• Menschenrechte für alle

• Weltweiten Frieden und internationale Verständigung

• Verantwortliches Handeln

• Ehrenamtliche Arbeit, Vielfalt und Freundschaft

Der erste SI-Club wurde 1921 in Oakland/Kalifornien (USA) gegründet. In Deutschland schlossen sich die ersten berufstätigen Frauen 1930 in Berlin zusammen. Inzwischen ist Soroptimist International mit rund 80.000 Mitgliedern und ca. 3.170 Clubs in 132 Ländern vertreten und die weltweit größte internationale Organisation berufstätiger Frauen, aktuell mit 214 Club und über 6.500 Mitgliedern in Deutschland. Jeder Beruf sollte nur einmal im jeweiligen Club vertreten sein. Der Organisation kann man nicht beitreten, man wird eingeladen.

 

Februar 2017

Die Münchner SI-Clubs unterstützen gemeinsam die Schulranzen-Aktion "Bunte Münchner Kindl" der OB-Gattin Petra Reiter

SIMuenchenPetraReiterGanz im Zeichen des Ehrenamtes stand der traditionelle „Münchner Clubabend" im November 2017. Dieser findet jährlich auf Einladung des SI-Clubs München gemeinsam mit den SI-Clubs München 2002, München-Schwabing und Fünfseenland/Herrsching statt. Als Ehrengast wurde Petra Reiter eingeladen, die von ihrem ehrenamtlichen Engagement, insbesondere auch aus der Perspektive als Gattin des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter, berichtete.
Petra Reiter hat diverse Schirmherrschaften im Münchner Raum übernommen und ist überdies als ehrenamtliche Sterbebegleiterin/Hospizhelferin aktiv. Als besonderes Projekt stellte Petra Reiter den Clubschwestern die Schulranzen-Aktion „Bunte Münchner Kindl" (http://www.bunte-muenchner-kindl.de/) vor. Gefördert durch die Stiftung „Wir helfen München" stattet „Bunte Münchner Kindl" bedürftige Kinder mit qualitativ guten Schulmaterialien aus.

Das Anliegen dieser Aktion ist es, durch hochwertiges Schulmaterial zur Chancengleichheit beizutragen und damit eine mögliche Ausgrenzung innerhalb der Schulklasse zu vermeiden. Die Schulranzen werden von ehrenamtlichen Helfern der Aktion „Bunte Münchner Kindl" gepackt. Der Inhalt richtet sich nach den Bedarfslisten der Lehrkräfte und ist mit dem jeweiligen Rektorat der Schule abgestimmt. Der Nachweis über die Bedürftigkeit des Kindes erfolgt über die Lehrkräfte. Sie übergeben ganz diskret die sorgfältig und individuell gepackten Schulranzen direkt in der Schule an das Kind. Die Aktion „Bunte Münchner Kindl" ist ausschließlich spendenfinanziert und umfasst aktuell etwa 20 ehrenamtliche Helfer sowie weitere Personen, die bedarfsweise aushelfen.

Die vier SI-Clubs unterstützen dieses beeindruckende Projekt mit einer gemeinsamen Spende, die im Februar 2018 an Petra Reiter übergeben wurde. Unsere Unterstützung soll im soroptimistischen Sinne dazu beitragen, Kindern die Freude am Lernen nahe zu bringen.

Prof. Dr. Britta Salander, Präsidentin SI-Club München

Dezember 2015

Die drei Münchner SI-Clubs unterstützen gemeinsam ein Dorf in Nepal

Bericht von Christa Drigalla, die die Spenden vor Ort sinnvoll einsetzt

 

Die  Nepal-Hilfe ist angekommen

 

Nepal nach dem Erdbeben. Auf den ersten Blick sind die Schäden gar nicht mehr zu erkennen, aber bei genauerem Hinsehen kommt man in der Stadt an den Lagern nicht vorbei. Hier leben immer noch viele Hunderte unter einfachsten Bedingungen in Zelten.

 

Im Dorf Dhadagoun sind alle Bauernhäuser durch das Erdbeben zerstört und unbewohnbar. Durch schnelle Hilfe konnten zahlreiche Wellblech-Hütten aufgestellt werden, in denen die Familien während der Regenzeit zumindest geschützt waren. Aber solche Hütten sind immer nur eine vorübergehende Lösung, der Wiederaufbau muss vorangetrieben werden. Inzwischen ist es ziemlich kalt, und ich konnte 175 warme Decken besorgen und verteilen. Auch 500 Packungen Zusatznahrung wurden verteilt, um besonders Kindern und alten Menschen eine kleine „Kraftspritze“ zu geben und die Abwehrkräfte zu steigern. Für die Familien wurden tragbare Öfen vor Ort gefertigt und in oder vor den Blech-Hütten aufgestellt. Auch Material für Toiletten konnte verteilt werden, damit die Menschen ihre „Häuschen“ wieder selbst aufbauen können.

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Derzeit ist die Lage in Nepal, zusätzlich zu den Folgen des Erdbebens, sehr schwierig. Nach der Verabschiedung der neuen Verfassung im September dieses Jahres entwickelte sich ein Protest einiger Volksgruppen aus dem Süden (Terei) des Landes. Diese Proteste endeten in Straßenschlachten und Angriffen auf Regierungseinrichtungen. Es gab Tote und Verletzte, besonders in den grenznahen Städten. Daraufhin verboten di

e indischen Verantwortlichen den Transport von jeglichen Gütern nach Nepal auf dem Landweg, weil sie um die Sicherheit ihrer Fahrer und Güter fürchteten. Diese Situation, eine inoffizielle Blockade, besteht seit September, und da Nepal zu mehr als 80% von Importen aus Indien abhängt, ist die Lage inzwischen dramatisch. Besonders bei Treibstoffen (Diesel Benzin und Gas zum Kochen) entwickelt sich die Situation sehr negativ. Man kocht auf offenem Feuer, auch in der Stadt. Schulen und Universitäten müssen den Unterricht einstellen, weil die Zubringerbusse nicht mehr fahren können. Der öffentliche Transport ist maximal reduziert und Busse und Tempos sind gefährlich überladen. Es gibt auch Verknappung bei Medikamenten, Infusionen und medizinischem Sauerstoff. Der gesamte Wiederaufbau ist massiv gestört, weil alles Baumaterial aus Indien geliefert werden muss, aber zurzeit nicht ankommt. Eine sehr schwierige Situation, die zu meistern in jeder Familie im Vordergrund steht. Man lebt von Tag zu Tag und hofft auf eine baldige Entspannung.

Danke an die SI-Clubs aus München für die großzügige Unterstützung des Dorfes Dhadagoun. Die Hilfe ist direkt angekommen. Gibt es einen schöneren Dank als die lachenden Gesichter der Frauen und Kinder im Dorf, wenn sie ihre warmen Decken nach Hause tragen.

 


 

Der SI-Club München engagiert sich derzeit für ein

lokales und ein internationales Projekt

 

Unser lokales Projekt

Frauenobdach KARLA 51

 

Link zum Fernsehbeitrag "Lebensformen - Karla 51" unter: Interessante Links

Karla-Haus

 

KARLA 51 wird vom SI-Club München seit 2006 nicht nur mit Spenden unterstützt, sondern Clubschwestern engagieren sich auch persönlich. 

Das Frauenobdach KARLA 51 befindet sich in München in der Karlstraße 51. Es bietet Frauen in Not (auch mit Kindern) unbürokratisch Beratung und Aufnahme.

Träger des Hauses ist das Evangelische Hilfswerk München. Seit 12 Jahren gibt es das Frauenobdach, ganz in der Nähe des Münchner Hauptbahnhofs. 

Es ist in seinem reichhaltigen Angebot einmalig in Deutschland: Für das Haus gibt es keine Aufnahmebedingungen und keine Ausschlusskriterien. Jede Frau in Not, die nicht weiß, wo sie übernachten soll, kann rund um die Uhr, an jedem Tag im Jahr, Aufnahme, Beratung und Hilfe finden.

weihnachtsfeier-karla

40 Einzimmerappartements stehen im Haus zur Verfügung. Dort haben die Frauen, für die KARLA 51 zumeist die letzte Rettung ist, die Möglichkeit, zur Ruhe zu kommen und dann ihre spezielle Problemlage mit einer Sozialpädagogin zu besprechen. Die Aufenthaltsdauer der Frauen beträgt maximal acht Wochen, so dass fast jeden Tag freie Plätze für Frauen in einer Not- oder Gewaltsituation zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Aufenthalts bei KARLA werden den Frauen Hilfestellungen aller Art gegeben, eine langfristige Wohnmöglichkeit wird gemeinsam gesucht.

 

Das Frauencafé, das im Haus integriert ist, stellt einen wichtigen Treffpunkt für aktuelle oder ehemalige Bewohnerinnen, sowie für externe Besucherinnen dar. An fünf Tagen in der Woche haben diese Frauen die Möglichkeit, sich auszutauschen, gemeinsam zu essen, Wäsche zu waschen, zu duschen. 

Sie können mit einer Ärztin oder einer Psychiaterin sprechen. Aus der Kleiderkammer im Haus erhalten sie saubere und gut erhaltene Kleidung. Einmal im Monat bietet eine Rechtsanwältin ihre Beratung an. 

Kleine Konzerte, Erzählrunden, Geburtstagsfeiern und andere Feste bilden den Rahmen, in dem sich diese Frauen wohl fühlen können. 

Während der Öffnungszeiten des Cafés ist immer eine Sozialpädagogin im Dienst, die sofort und unbürokratisch Hilfe leistet, falls Frauen um Unterstützung nachfragen.

KARLA 51 ist auf Spenden angewiesen, um auch weiterhin Frauen in Not unterstützen zu können.

 
 

 

 

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